Solawi

Was ist solidarische Landwirtschaft

Das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft (engl. CSA – community supported agriculture) ist, dass die Kosten eines landwirtschaftlichen Betriebs gemeinschaftlich getragen werden und im Gegenzug der Ernteertrag unter den Mitgliedern aufgeteilt wird.  Die Landwirtschaft – nicht das einzelne Lebensmittel – wird finanziert.

Warum solidarische Landwirtschaft

Die kapitalistische Wirtschaftsform fordert maximale Effizienz um größtmögliche monetäre Profite zu generieren. Eine landwirtschaftliche Produktionsweise, welche sich diesen Gesetzmäßigkeiten unterwirft, kann nicht nachhaltig sein, da sie immer auf Ausbeutungsverhältnissen, von Menschen, Tieren als auch der Natur (Mitwelt) fußt.

Die konventionelle Landwirtschaft basiert, um die notwendigen, hohen Erträge zu erzielen, unter anderem auf dem Einsatz von synthetischem Dünger und chemischen Pflanzenschutzmitteln. Eine „Bio“-Zertifizierung schließt solche Einsätze unter Umständen aus, sagt heute aber beispielsweise nichts mehr über die zurückgelegten Transportwege oder Arbeitsverhältnisse unter denen Lebensmittel produziert werden aus. So stehen in unseren Supermärkten häufig „Bio“-Lebensmittel, welche in Südeuropa in Gebieten welche aus Gewächshäusern bestehen (Mar de Plastico) von Arbeiter_innen unter unwürdigen Bedingungen angebaut werden.

Obwohl kleine Betriebe, welche eine Vielzahl von Kulturen in Mischform anbauen, mehr zur (g)lokalen Ernährungsautonomie beitragen können, ist die industrialisierte Landwirtschaft mit großflächigen Monokulturen weiterhin auf dem Vormarsch.

Einen möglichen Weg die Produktion von Lebensmitteln teilweise den Gesetzen eines kapitalistischen Marktes zu entziehen, sehen wir in der Gründung einer bio-veganen, solidarischen Landwirtschaft.